Symbol-Wettbewerb „Organspende kann Jede:r“ der Deutschen
Transplantationsgesellschaft und des gemeinnützigen DIATRA-Verlags

Viele Menschen sind der Organspende gegenüber aufgeschlossen, im Fall der Fälle ist dann aber
kein Organspendeausweis auffindbar. Um diese Lücke zu schließen, soll ein Symbol geschaffen
werden, das die Organspendebereitschaft derer, die es tragen, bekundet, auch wenn es nicht den
Organspendeausweis oder die Patientenverfügung ersetzen kann. Was ein solches Symbol aber
auch leistet: Es kann die Diskussion um die Organspende beleben – in der Familie, unter Freunden
und ganz allgemein in der Öffentlichkeit. Die DTG und der gemeinnützige DIATRA-Verlag schreiben
einen Kreativwettbewerb für die Schaffung eines solchen Symbols aus – Vorschläge können bis
zum 15. August 2022 eingereicht werden.

Um die Organspende in Deutschland steht es nicht zum Besten. Die Deutsche Stiftung
Organtransplantation (DSO) vermeldete für die ersten drei Monate 2022 einen Rückgang von 30
Prozent bei den Organspenden, und auch einen Monat später sieht es mit einem Rückgang von 26,5
Prozent für die ersten vier Monate dieses Jahres kaum besser aus. Tausende Menschen warten auf
ein lebensrettendes Spenderorgan – in vielen Fällen deutlich länger als in anderen Ländern – viele
Menschen sterben, bevor sie ein Spenderorgan erhalten können – und jeder einzelne von ihnen ist
einer zu viel.

Die jüngste BZgA-Repräsentativbefragung 2022 zeigt, dass mit 84 Prozent ein Großteil der Befragten
dem Thema Organ- und Gewebespende positiv gegenübersteht, 44 Prozent der Befragten haben ihre
Entscheidung zur Organ- und Gewebespende schriftlich festgehalten (in einem Organspendeausweis
sowie in einer Patientenverfügung oder in Form beider Dokumente) und weitere 17 Prozent haben
eine Entscheidung getroffen, diese aber nicht schriftlich dokumentiert (s. http://www.bzga.de/presse/daten-und-fakten/organ-und-gewebespende/). Wurde sie dokumentiert, steckt der Organspendeausweis meist ungesehen im Portemonnaie. Das wollen wir
ändern und den Willen zur Organspende mit einem klar erkennbaren Symbol sichtbar machen. Ein
solches Symbol kann z.B. „augenfällig“ getragen werden – als Aufdruck auf T-Shirts oder Taschen, als
Anstecknadel oder Button, als Schmuck oder sogar als Tattoo.

Ein unverwechselbares und klares Symbol ist eine wichtige Voraussetzung, hat Aussagekraft und
fördert den Wiedererkennungswert. Solch ein Zeichen ist ein Statement pro Organspende, das auch
zu Diskussionen führen wird und das Thema der Organspende in den Fokus rückt. Ein solches Symbol
kann und soll den Organspendeausweis oder die Patientenverfügung nicht ersetzen, es soll aber dazu
animieren, im Fall der Fälle nach diesen Dokumenten zu suchen.

Die Deutsche Transplantationsgesellschaft (DTG) und die gemeinnützige DIATRA-Verlag gGmbH
rufen gemeinsam zum Symbol-Wettbewerb pro Organspende auf. Ziel des Wettbewerbs ist die
einheitliche Außendarstellung der persönlichen Bereitschaft zur Organspende mithilfe eines
Symbols. Jede:r kann mitmachen und bis zum 15. August 2022 Kreativvorschläge einreichen.

Die Symbol-Entwürfe können per E-Mail an symbolwettbewerb@diatra.de, per Post an DIATRA-
Verlag gGmbH, Kaiser-Wilhelm-Ring 78, 55118 Mainz oder als Online-Upload bis zum 15. August
2022 unter https://diatra.info/symbol-wettbewerb eingesandt werden.

Das beste Symbol wird prämiert und soll bundesweit zum Einsatz kommen.

Die Entwürfe sollten folgende Anforderungen erfüllen:

– Prägnanz/klarer Wiedererkennungswert
– neu und zeitlos

– eigenständig

Teilnahmeberechtigt an diesem Wettbewerb sind alle natürlichen Personen. Von der Teilnahme
ausgeschlossen sind all jene, die in der Jury mitwirken, sowie alle Beteiligten des DIATRAVerlags und
der DTG. Jeder Teilnehmer gleichgültig, ob allein oder im Team kann nur einen Entwurf
einsenden.


Mit Einreichung des Entwurfes erkennen Teilnehmende folgende Bestimmungen an:

Sie versichern, keine Urheberrechte verletzt zu haben.

Sie stellen den gemeinnützigen DIATRAVerlag und der DTG frei von allen Ansprüchen
Dritter, die sich aus der Nutzung der Entwürfe ergeben.

Sie gewähren dem DIATRAVerlag und der DTG die alleinigen und uneingeschränkten
Nutzungsrechte an Ihrem Wettbewerbsbeitrag.

Bei einem Teambeitrag gelten die genannten Regelungen für alle Teammitglieder.

Der DIATRA-Verlag und die DTG sind ohne Angabe von Gründen berechtigt, Teilnehmende – etwa
wegen eines Verstoßes gegen die Teilnahmebedingungen – von der Teilnahme auszuschließen.

Entwürfe können bis einschließlich 15. August 2022 an symbolwettbewerb@diatra.de gesendet
werden, unter Angabe von (Team-)Namen, Anschrift und Kontaktdaten an. Der Eingang des Entwurfs
wird bestätigt, eingereichte Arbeiten können nicht zurückgesendet werden. Die Gewinner unter allen
Teilnehmenden werden durch eine Jury unter Ausschluss der Öffentlichkeit ermittelt und per E-Mail
oder telefonisch/postalisch benachrichtigt. Die Preisverleihung wird im Rahmen der Jahrestagung der
DTG (29.09. – 01.10.22) in Erlangen stattfinden.

Folgende Preise werden vom DIATRA-Verlag ausgelobt:
1. Preis: 2500,- €
2. bis 10. Preis: je ein T-Shirt mit dem neuen Symbol

Jury-Mitglieder:
Dr. Mark Benecke (Kriminalbiologe, Spezialist für forensische Entomologie)
Franziska Liebhardt (lungen- und nierentransplantierte Paralympicssiegerin 2016 und Botschafterin
der Kinderhilfe Organtransplantation – KiO)
Felix Vieth (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – BZgA)
Professor Dr. Mario Schiffer (Deutsche Transplantationsgesellschaft – DTG)
Agata Stark (DIATRA-Verlag gGmbH)

Über den gemeinnützigen DIATRA-Verlag:
1991 gegründet, berichtet der DIATRA-Verlag seit über 30 Jahren interdisziplinär aus den
medizinischen Gebieten der Nephrologie, Transplantation und Diabetologie und macht sich für die
Organspende stark. Er spricht dabei Betroffene wie auch ärztliches und pflegerischer Fachpersonal
an, um alle Akteure auf Augenhöhe zu bringen und so deren Zusammenarbeit und letztlich die
Lebensqualität chronisch Kranker zu verbessern.

Über die Deutsche Transplantationsgesellschaft:
Die 1992 gegründete Deutsche Transplantationsgesellschaft e.V. (DTG) ist eine wissenschaftliche
Gesellschaft mit Mitgliedern der Fachgebiete Chirurgie, Innere Medizin, Urologie, Nephrologie,
Anästhesie, Immunologie, Koordinatoren und anderen Personen, die sich zum Ziel gesetzt hat, die
Organtransplantation in Deutschland in organisatorischer, klinischer und wissenschaftlicher Hinsicht
zu fördern und zu repräsentieren

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