„Babbeltreff“

Der heutige Babbeltreff war der Frage gewidmet: „Was wollen und können wir mit dem Babbeltreff erreichen?“

Wir alle sind der Auffassung, dass es hilft, sich durch lockere Gespräche untereinander näher kennenzulernen, um dann auch persönliche Probleme darzulegen und die Meinung der anderen zu erfahren. Es sollte sich nicht immer um die Transplantation handeln. Frei nach dem Motto „Angst frisst die Seele auf“. Persönliche Belastungen müssen ausgesprochen werden. Dazu braucht man Gesprächspartner, denen man vertrauen kann, die aber auch auf der anderen Seite bereit sind, über ihre Ängste zu sprechen. Was erstmal an Belastung ausgesprochen ist, macht im Kopf Platz für neue positive Gedanken. Wir waren überwiegend der Meinung, dass die Babbelgruppe sich hier auf einem guten Weg befindet. Es brauche jedoch Zeit, sich zu überwinden ganz offen zu sprechen. Außerdem bieten sich über den Babbeltreff hinaus durch das regelmäßige Treffen und die sich daraus ergebene Vertrautheit Möglichkeiten, mit einzelnen Personen der Gruppe näheren Kontakt zu pflegen.

Noch mehr Wartepatienten sollten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Denn gerade Wartepatienten sind, aus eigner Erfahrung vieler transplantierter Teilnehmer, voll mit belastenden Fragen. Bei unseren Babbeltreff kann tabulos über alles gesprochen werden, denn wir alle haben die gleichen Ängste und Nöte durchlebt.

Wir Transplantationsbetroffene warten oder haben alle auf ein Lebensrettendes Organ gewartet, weil ein Spenderorgan-Mangel besteht. Die Bevölkerung muss also noch mehr aufgeklärt werden.

Wer könnte einen Teil dieser Aufklärungsarbeit leisten, wenn nicht wir Transplantationsbetroffene. Auch um das notwendige Rüstzeug zur Transplantationsaufklärung zu erlangen, sollte der Babbeltreff genutzt werden.

Wir von der BDO-RG-Mittelhessen-Bad Nauheim haben die volle Unterstützung der Transplantationskliniken Gießen und Bad Nauheim und den zuständigen Tranplantationsbeauftragten beider Kliniken und bekommen, wenn Fragen von uns medizinischen Laien nicht beantwortet werden können, medizinisch fundierte Fachauskunft.

Rüdiger Volke

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