24.04.2018

„Organspende wertschätzen und in die Mitte der Gesellschaft tragen“

Bundesweiter Tag der Organspende am 2. Juni 2018

Frankfurt am Main, 24. April 2018. Was wäre, wenn… jeder von uns einen
Organspendeausweis hätte, die Frage nach der Organspende eine Selbstverständlichkeit
wäre und an vielen Orten in Deutschland Organspender und ihre Angehörigen für ihre
selbstlose Entscheidung geehrt würden? Was wäre, wenn die Organspende selbst im
stressigen Klinikalltag als selbstverständliche und lebensrettende Chance betrachtet würde,
den Willen des Verstorbenen umzusetzen und gleichzeitig schwer kranken Patienten zu
helfen. Dann wäre ein großer Schritt getan hin zu einer Kultur der Organspende, wie wir sie
aus anderen Ländern kennen.

Die Realität sieht jedoch anders aus und Deutschland bildet nahezu das Schlusslicht bei den Organspendezahlen im Vergleich der europäischen Länder. In 2017 ist die Anzahl der Organspender sogar auf einen Tiefstand der vergangenen 20 Jahre gesunken. Warum tun wir uns in Deutschland immer noch so schwer mit diesem Thema, das Leben retten und verlängern kann, wenn ein anderes zu Ende gegangen ist? Umso wichtiger ist es, am 2. Juni den 797 Organspendern und deren Familien aufrichtig zu danken. Durch sie konnten im vergangenen Jahr 2867 Organe transplantiert werden, um schwer kranken Patienten ein neues Leben zu ermöglichen.

Seit nunmehr 36 Jahren ist der erste Samstag im Juni ein Tag des Dankes gegenüber allen Organspendern und ihren Angehörigen und gleichzeitig auch ein Tag der Aufklärung und des Anstoßes für jeden Einzelnen, sich mit der Organspende auseinanderzusetzen und für die Ärzte und Pflegekräfte, sich in den Krankenhäusern auf den Intensivstationen dafür einzusetzen.

Die zentrale Veranstaltung zum Tag der Organspende am 2. Juni 2018 findet in Saarbrücken statt. Das ureigene Motto der Saarländer „Großes entsteht immer im Kleinen“ verdeutlicht einmal mehr, dass auch kleine Schritte zum Ziel führen. Eine Kultur der Organspende, bei der das Denken an und die Frage nach einer Organspende am Lebensende zu einer Selbstverständlichkeit werden, kann nur in kleinen Schritten und einem gesamtgesellschaftlichen Konsens entstehen.

Feste Programmpunkte beim Tag der Organspende sind ein ökumenischer
Dankgottesdienst, Informationszelte sowie ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Musik und informativen Interviews mit Betroffenen und Experten.

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