02.08.2018

Eine Radtour der besonderen Art

Karl-Heinz Franzen on Tour

Was eine Lungentransplantation bewirken und wie dankbar ein Organempfänger seinem Spender, den Ärzten und dem Pflegeteam sein kann, wollte Herr Karl-Heinz Franzen auf eindrückliche Weise zeigen. Deshalb machte er sich auf eine Fahrradtour der besonderen Art, die manch Gesunder nicht hätte bewältigen können.

Aber zuerst einmal etwas über den Hintergrund und die Vorgeschichte dieser Idee.

Karl-Heinz Franzen

Herr Karl-Heinz Franzen, 57 Jahre alt, wurde im Juli 2015 nach jahrelanger Erkrankung an Lungenfibrose und ungefähr zweieinhalb Jahren Wartezeit auf der Transplantationsliste, erfolgreich im Uniklinikum Gießen lungentransplantiert.

Seinen Beruf in der Landwirtschaft konnte er, aufgrund des Staub-und Schimmelaufkommens in diese Tätigkeit, danach nicht mehr ausüben. Stattdessen übernahm er Hausmeisterdienste, wie z.B. das Pflegen von Wanderwegen, den Winterdienst und das Mulchen von Brachfeldern.

Radfahren hält fit

Um fit zu werden und dies auch zu bleiben legt Herr Franzen möglichst viele alltägliche Strecken mit dem Fahrrad zurück, soweit das Wetter es erlaubt. Dabei fährt er fast täglich 30 bis 80 Kilometer und hatte so eine ideale Vorbereitung auf die große Tour, die er geplant hatte.

Die Tour

Diese unternahm er zum dritten Jahrestag seiner Transplantation zum Zwecke, seinem Spender und dem Ärzte-und Pflegeteam der Uniklinik Gießen, die sein Leben retteten und sich um ihn kümmerten, zu danken und zu zeigen, wie gut es ihm mit dem neuen Organ geht.

Von Schillingen nach Gießen

Seine Fahrradtour führte Herrn Franzen von seinem Heimatort Schillingen im Hunsrück bis nach Gießen. Diese Strecke von ungefähr 400 Kilometer legte er in vier Tagen zurück und fuhr täglich zwischen 80 und 120 Kilometer.

Die erste Etappe fuhr er, an seinem Ausgangsort Schillingen startend, vorbei an Hermeskeil, am Erbeskopf den Hunsrück-und Hunsrück-Mosel-Radweg entlang bis vor Kastellaun, wo er zum ersten Mal übernachtete.

Weiter ging es auf dem Schinderhannes-Radweg, an Emmelshausen vorbei mit einer Schleife über den Rhein-Mosel-Eifel-Radweg bis nach Boppard, wo die zweite Übernachtung stattfand.

Am nächsten Tag radelte Herr Franzen den Rhein entlang bis nach Sankt Goarshausen und dann auf dem Rhein-Radweg an Lahnstein und Koblenz vorbei mit einem Abstecher über Mühlheim-Kärlich weiter Richtung Bad Ems. Er kam dabei an dem Truppenübungsplatz Schmittenhöhe vorbei, wo er selbst einmal seinen Wehrdienst geleistet hatte. Auf dem Lahn-Radweg radelte er dann bis nach Diez, wo er zum dritten Mal übernachtete.

Der letzte Abschnitt der Strecke führte Herrn Franzen an Limburg, Runkel und Weilburg auf dem Lahntalradweg entlang. Schließlich erreichte er Wetzlar, wo er noch einmal übernachtete.

Am nächsten Tag fuhr er dann ins Gießener Uniklinikum. Als er dort ankam, traf er auf Prof. Dr. Seeger, der, als er von seinem Ausflug hörte, so beeindruckt war, dass er darum bat, dass diese Geschichte veröffentlicht werden sollte.

Den Rückweg trat Herr Franzen dann im Auto einer anderen Transplantierten (Frau Simone Wänke) aus seinem Wohnort an. Die beiden waren kurz hintereinander transplantiert worden, lernten sich darüber kennen und begingen auch ihr einjähriges TX-Jubiläum mit einer großen Feier auf Burg Haid in Schillingen. (Zum Bericht: Die Schillinger bitte ...)
 

Andrea Dorzweiler, 01.08.2018

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